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Ergebnislose Klimakonferenz in Madrid

von Peter Schmidt-Paasch

Die Madrider Nullnummer; - keine neuen Regeln für Kohlenstoffmärkte, keine gesicherte Finanzierung für Schäden aus dem Klimawandel, keine konkreten Schritte, um den gefährlichen Mensch gemachten Klimawandel zu verhindern.

Ein Desaster. Das Versagen der Weltgemeinschaft auf der ganzen Linie.

Dabei ist keine Zeit mehr zu verlieren !!!

Ein Blick in die Chronologie der Ereignisse von 1945 bis Heute zeigt, welchen Umständen  wir die Notwendigkeit verdanken, jetzt sofort Handeln zu müssen.  

In den Jahrzehnten nach dem 2. Weltkrieg lag der Gesellschaftliche Fokus auf der Ökonomie; - Wiederaufbau  war in den 50-iger und 60-iger Jahren das Gebot der Stunde. Es war die Zeit des Wirtschaftswunder… Niemand dachte an Nachhaltigkeit, Ressourcen oder Mülltrennung - Allesamt unbekannte Begriffe.

Es war die Zeit der Ökonomie, allerdings ohne Ökologie; - daher fehlte der achtsame Umgang mit der Natur, eine vorausschauende Politik, nachhaltiges Denken, Planen & Handeln. Über Jahrzehnte ein Wiederaufbau- und Expansionskurs ohne Rücksicht auf Verluste. Schlagzeilen machte nur, wer auf Erfolge und Wachstum verweisen konnte.

Die Summe aller Versäumnisse und Irrwege aus dieser Zeit haben der westlichen Welt den heutigen Handlungsdruck beschert.
Die Umweltverschmutzung und Ressourcenvernichtung der letzten 70 Jahre, steht im direkten Zusammenhang mit der rücksichtslosen Vorgehensweise während der Aufbauphase des Industrie- und Maschinenzeitalter. - Der Nachkriegsboom, der Hunger der Menschen nach einer „heilen Welt“ in einem heilen Umfeld,  bescherte uns letztendlich Europaweit das Wirtschaftswunder. 

Zwar steht die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens in Madrid offiziell nicht auf der Agenda, doch das tut der Handlungsnot keinen Abbruch; wollen wir die Erderwärmung bis zum Ende des Jahrhundert noch auf 1,5 – 2,0 Grad begrenzen.

Impulse für mehr Klimaschutz kommt wider erwarten aus der Wirtschaft. Ein Bündnis aus mehr als 600 institutionellen Anlegern mit einem Kapital von rund 37 Billionen Dollar (33,4 Billionen Euro) rief Montag den 09.12. zum Ausstieg aus der Kohle auf, und forderte ambitioniertere Klimaschutzmaßnahmen.

Martin Kaiser von Greenpeace resümierte am Rande der Konferenz, - „Diese Klimaschutzkonferenz war ein Angriff auf das Herz des Pariser Abkommens“, Sie verrät alle Menschen, die weltweit längst unter den Folgen der Klimakrise leiden und nach schnellen Fortschritten rufen.

„Die zynische Gier der fossilen Industrie hat den gemeinsamen, multilateralen Kampf gegen die unübersehbare Klimakrise in eine dunkle Zukunft gestürzt“, erklärte er. Zudem hat die Politik von US-Präsident Donald Trump und dem brasilianischen Staatsoberhauptes Jair Bolsonaro zu einer jahrelangen Klima-Blockade beigetragen.

Die über 500 Organisationen, die sich am Gegengipfel beteiligten, rufen „dazu auf, zahlreiche friedliche Aktionen des zivilen Ungehorsam zu organisieren“. Als Vorbild sollen dabei die Proteste von „Ende Gelände für die Schließung von Kohlengruben“ dienen, heißt es im Abschlusskommuniqué.

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